Fahrradmitnahme im Zug/Bus in Italien

Du möchtest Dein Fahrrad in Italien mit dem Zug transportieren oder von einer Radtour wieder mit dem Zug aus Italien nach Deutschland zurück fahren? Im Folgenden schildere ich Dir aus eigener Erfahrung kurz, worauf Du bei der Fahradmitnahme achten solltest. Soviel vorab, mit ein paar Tipps ist die Mitnahme des Fahrrads in Italien problemlos möglich!

Mitnahme nur im Regionalverkehr

In Italien ist die Mitnahme von Fahrrädern leider nur in Regionalzügen möglich. Zudem muss der Regionalzug für die Fahrradmitnahme freigegeben sein. Ob die Mitnahme möglich ist erkennst Du entweder an den Aushangfahrplänen, wo ein kleines Fahrradsymbol abgebildet ist. Alternativ kannst Du die Verbindung online überprüfen. Die Trenitalia-Webseite hat zu jedem Zug eine kleinen Info-Button neben dem Zugnamen. Hier wird angezeigt ob die Fahrradmitnahme erlaubt ist. Sollten die Züge nicht freigegeben sein, können Fahrräder (wie im Fernverkehr) auseinander gebaut als Gepäckstück transportiert werden.

Sollte die Mitnahme von Fahrrädern möglich sein (was bei fast allen Regionalzügen der Fall ist), ist hierfür vorab ein Ticket zu erwerben. Dies ist online (über diesen Link) oder an den Fahrkartenautomaten möglich (supplemento biciclette). Das Ticket kostet 3,50€ und ist üblicherweise 24 Stunden gültig. In einigen Regionen gelten jedoch abweichende Regeln und die Tickets sind teurer oder die Mitnahme ist kostenlos. Eine Übersicht dazu findest Du hier. In Südtirol kosten die Tickets z.B. 7€. Ähnlich wie in Deutschland können Fahrradplätze im Nahverkehr nicht reserviert werden. Daher können in den Zügen nur soviel Räder transportiert werden wie Platz ist. Ggf. kann die Mitnahme vom Personal verwehrt werden.

Achtung: Üblicherweise müssen die Tickets in Italien noch entwertet werden.

Wo wird das Fahrrad untergebracht?

Immer häufiger werden inzwischen Niederflurzüge angeboten, welche entsprechende Multifunktionsräume haben. Hier kannst Du das Fahrrad problemlos in den Zug hineinschieben und verstauen. In den alten, „klassischen“ Zügen sind entsprechende Stellplätze für die Räder üblicherweise im Steuerwagen. 

Leider gibt an den Gleisen üblicherweise keine Information darüber, wo das Fahrradabteil beim Zug ist. Ich habe gute Erfahrungen gemacht mich mittig am Gleis zu positionieren. Falls es sich nicht um einen Niederflurzug handelt und die Lok als erstes einfährt, ist das Fahrradabteil am anderen Ende des Zugs. Fährt zuerst das „Ende“ des Zugs ein, befindet sich hier das Fahrradabteil. Ggf. kann auch das Personal vor Ort gefragt werden wo das Fahrradabteil ist. Achtung: Auf keinen Fall solltet Ihr am Gleis auf dem Rad fahren.

Mitnahme im Fernverkehr

Im italienischen Fernverkehr ist die Mitnahme von Fahrrädern nicht erlaubt. Hier darfst Du das Fahrrad nur in Radtaschen (oder irgendwie anders verpackt) als Gepäckstück transportieren. Dabei gelten maximale Abmessungen von 110x80x40 cm. Einzige Ausnahme sind die EuroCity-Züge der DB/ÖBB die auf der Relation München/Venedig/Bologna unterwegs. Zudem gibt es einige Züge zwischen Italien und der Schweiz. In diesen internationalen Zügen ist die Mitnahme möglich, wobei die Stellplätze limitiert sind.

Achtung: Die Fahrradmitnahme ist reservierungspflichtig und es wird ein Ticket benötigt. Im besten Fall kauft man die Tickets und die Reservierungen bereits in Deutschland/Österreich. Sowohl die Reservierung als auch das Ticket für die DB/ÖBB ECs bekommt man in Italien nur an einigen wenigen DB/ÖBB Verkaufspunkten. Trenitalia selbst verkauft diese Tickets nicht. Als Tipp bietet sich hier die ÖBB App für das Handy an. Diese ermöglicht eine Buchung der Tickets und der Reservierungen am Handy. Wer kein Ticket/Reservierung hat, sollte einfach direkt beim Zugpersonal nachfragen. Sollte der Zug nicht ausgebucht sein, kann ein Ticket ausgestellt werden.

Als Alternative bietet sich auch in Italien die Mitnahme im Flixbus an. Allerdings sind sowohl die Anzahl an Linien welche eine Mitnahme ermöglichen als auch die Plätze sehr begrenzt.

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