Pilon Küstenstraße auf Kuba – die perfekte Radtour

Der zweite Teil der Radreise auf Kuba war der Abschnitt Bayamo bis Guantanamo über die Küstenstraße von Pilon nach Santiago de Cuba. Der Abschnitt ist etwa 430 km lang und benötigt knappe 7 Tage. Ab Guantanamo bietet es sich an die Route über Baracoa über Hologiun fortzusetzen (weitere ca 7 Tage). Der Tourenverlauf ist hier nur verkürzt wiedergegeben, viele detailierte Berichte von unterwegs gibt es auch im Blog.

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Da das Inland Kubas relativ flach und unspektakulär ist, bietet es sich an die Strecke Sancti Spiritus bis Bayamo per Viazul Bus abzukürzen. Ab Bayamo geht die erste Tagestour zunächst nach Manzanillo, eine insgesamt eher unspektakuläre und relativ kurze (~ 70 km) Tagestour. Die Einfahrt in Manzanillo zieht sich gefühlt über viele Kilometer, dafür gibt es streckenweise sogar dedizierte Fahrradwege. Große Teile der Altstadt wirken sehr marode, dafür überrascht der (wie so häufig auf Kuba) sehr schöne und prunkvolle Hauptplatz.

Die nächste Tagestour von Manzanillo nach Pilon wartet am Ende mit einem quälendem Anstieg (etwa 150 hm) und einer sehr steilen Abfahrt. Es geht zunächst knappe 70 km überwiegend durch Zuckerrohr, wobei Teile der Straße in einem sehr schlechtem Zustand waren. Die letzten 20 km führen dann langsam duch Ausläufer der Sierra Maestra mit teils sehr schönen Blicken in die grüne Natur.

Die folgende Etappe ab Pilon nach Campismus La Mula ist sicherlich ein absolutes Highlight. Zunächst warten etwa 20 km asphaltierte Straße, rechts das Meer links türmt sich die Sierra Maestra langsam auf. Schließlich geht es immer weiter ans Meer, der Feld wird schroffer und der Zustand der Straße immer schlechter. Stellenweise fährt man direkt auf Meereshöhe, auf kleinen Schotterpisten. Schroffer Fels ragt auf der linken Seite empor. Viele Brücken sind beschädigt, die vorhanden Tunnel werden seit langem nicht mehr befahren. Verkehr ist Fehlanzeige. Erst die letzten Kilometer vor La Mula ist die Straße wieder frisch geteert (Stand Februar 2019). Die Bungalows im Campismus La Mula sind jedoch in sehr schlechtem Zustand. Wer selbst ein Zelt dabei hat freut sich. Alternative Unterkunftsmöglichkeiten sind jedoch leider rar. Allerdings entschädigt das gute Essen für vieles.

Ab La Mula ist der Großteil der Küstenstraße bis Santiago de Cuba ebenfalls frisch geteert. Die Landschaft wird deutlich grüner und weniger schroff. Immer wieder geht es leicht bergauf und bergab, es gibt wunderschöne Blicke auf das Meer. Da es bis Santiago de Cuba noch etwa 130 km sind, bietet es sich an eine kurze Tagesetappe bis Chivirico (etwa 45 km ab La Mula) zu fahren. Nach der ersten Tagesteappe von Pilon bis nach La Mula wirken die beiden Etappen bis Santiago fast ein bisschen „langweilig“, was der Schönheit der Landschaft und des Meers und den vielen wundervollen Badebuchten jedoch nicht gerecht wird.

Angekommen in Santiago de Cuba sollte man mindestens einen Tag zur Beichtigung der Stadt einplanen. Das Castello, sowie einige der Clubs mit Livemusik sind aufjedenfall ein Besuch wert. Ansonsten lohnt es sich, die Ausblick der „hügeligsten Hafenstadt der Welt“ und dessen Flair zu genißen.

Auf der Strecke nach Guantanmo warten auf den ersten 20 Kilometer zunächst die Autopista, die führ Fahrräder perfekte Bedingungen bietet. 3 Spuren, insgesamt wenig Verkehr und zügiges vorankommen. Bevor es auf den letzten 30 km nach Guantanamo wieder af die Autopiste geht warten nochmal einige Höhenmeter durch grüne Landschaft, mit vielen Bannaneplantagen und Zuckerrohrfeldern.

Ab Guantanamo sollte es ursprünglich wieder über Baracoa und Mayari nach Hologui gehen. Verletzungsbedingt musste die Tour dort jedoch abgebrochen werden. Da Guantana verkehrstechnisch eher ungünstig liegt (nur ein Viazul Bus am Tag) lohnt es sich, die Tour entweder bis Hologui durchzufahren oder bereits in Santiago zu enden.

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volle Distanz: 434.7 km
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