Transport des Fahrrads im Zug/Bus oder Flugzeug

Die erste Frage vor fast jeder Tour ist zwangsläufig: Wie kommt man mit seinem Fahrrad zum Startort und wie vom Ziel wieder weg? Die einfachste Möglichkeit – Start und Ziel ist die eigene Haustür.  Je nach Zielort ist das aber nicht wirklich praktikabel und benötigt ggf. viel Zeit.  Auch die Anreise mit dem eigenen PKW (sofern vorhanden) ist häufig eher unpraktikabel da z.B. Parkplätze gefunden werden müssen.

Zwei gängige Alternativen zu diesen beiden Varianten ist der Fahrradtransport im Bus oder dem Flugzeug. So bietet bspw. Flixbus inzwischen ein breites Netz an europäischen Verbindungen die teilweise die Mitnahme des Rads ermöglichen. Im Flugzeug bieten fast alle Airlines die Mitnahme des Fahrrads an. Vorab sollte man sich hierbei über die jeweiligen Bedingungen bei der Airline informieren und sich Gedanken darüber machen wie das Rad beim Transport am besten geschützt werden kann. Zusätzlich zu beachten ist, dass die Gebühren für die Mitnahme unterschiedlich hoch ist. Hier lohnt vorab ein umfassender Preisvergleich.

Aus meiner Sicht eine der angenehmsten Formen ist und bleibt die An- und Abreise mit dem Zug. Leider sind die Bedingungen für den Radtransport in vielen Ländern Europas unterschiedlich. Anbei die wichtigsten Informationen für gängige Länder:

Deutschland: 

In Deutschland ist der Fahrradtransport in Regionalzügen üblicherweise problemlos möglich, sofern der vorhandene Platz es erlaubt. Leider sind die Bedingungen für den Radtransport in jedem Bundesland unterschiedlich. Teilweise ist die Fahrradmitnahme währen bestimmter Zeiten kostenlos (bspw. Rheinland-Pfalz) , häufig ist sie aber kostenpflichtig. Insbesondere in den Ballungsräumen sind zudem mögliche Sperrzeiten für die Radmitnahme zu beachten. Häufig sind diese Sperrzeiten leider nur schlecht in der Fahrplaninfo von DB hinterlegt (bspw. S-Bahn München).

Im Fernverkehr ist die Mitnahme von Rändern in IC und EC sowie dem neuen ICE4 und einigen ICE-T Zügen möglich. Hier ist die Anzahl an Stellplätzen aber stark beschränkt. Vorab ist eine Reservierung der Stellplätze möglich und nötig. In den Nightjet-Zügen der ÖBB ist die Radmitnahme inzwischen (Stand April 2019) auf vielen Strecken auch weder möglich.

Italien

In Italien ist die Mitnahme von Fahrrädern leider nur in Regionalzügen möglich (entsprechendes Ticket ist vorab zu erwerben).  Immer häufiger werden inzwischen Niederflurzüge angeboten, welche entsprechende Multifunktionsräume haben. In den alten, „klassischen“ Zügen sind entsprechende Stellplätze für die Räder üblicherweise im Steuerwagen.  Im Fernverkehr ist in Italien die Fahrradmitnahme üblicherweise nicht möglich. Einzige Ausnahme sind einige EC-Züge bspw. auf der Linien München – Venedig (betrieben von DB-ÖBB). Auch als Gepäckstück verpackt (in einer Radtasche) kann das Rad problemlos transportiert werden.

Kuba

Auf Kuba können die Fahrräder offiziell nur in den Viazul Bussen transportiert werden. Die Kosten für ein Fahrrad liegen bei 5 CUC (Stand Anfang 2019). Es ist nicht möglich die Mitnahme vorab zu reservieren. man sollte frühzeitig beim Check-In sein (1 Stunde) und angeben, dass Fahrräder mitgenommen werden sollen. Die Busse haben keine Halterungen o.ä. für die Fahrräder. Anstelle dessen kommen sie mit dem Gepäck in die Gepäckfächer. Meistens ist es notwendig zumindest das Vorderrad zu demontieren. Wer Möglichkeiten hat Rahmen und Co zu schützen tut auch daran gut. Auch während der Fahrt sollte man die Räder immer wieder im Blick behalten und darauf achten, dass keine Gepäckstücke auf die Räder geworfen werden.

Österreich

Für Österreich gelten ähnliche Bedingungen wie in Deutschland. Im Nahverkehr ist die Mitnahme von Fahrrädern im Normalfall problemlos möglich (Ticket vorausgesetzt).  Im Fernverkehr ist auf allen wichtigen Strecken die Fahrradmitnahme  in den Fernverkehrszügen (Railjet, EuroCity und InterCity) problemlos möglich. Hier ist vorab aber eine Reservierung nötig, da das Platzangebot begrenzt ist. Die Reservierungen können problemlos bereits in Deutschland erworben werden. Weitere Infos gibt es auch bei der ÖBB.

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