Radreise von München nach Venedig

Im Herbst 2020 wollten wir endlich wieder mit dem Fahrrad raus, der einzige Plan war möglichst schnell von München in Richtung Süden zu kommen in der Hoffnung Corona durchkreuzt die Pläne nicht zu sehr. Herausgekommene ist dabei eine etwa 650 km lange Route von München nach Venedig, welche eine schöne Alternative zu dem bekannten München-Venedig Radweg ist. Diese Strecke möchte ich euch im Folgenden vorstellen.

An-/Abreise –  Beschreibung Varianten – GPS-Track

An- und Abfahrt

Die Tour startet nicht direkt in München, sondern an einem S-Bahnhof entlang der ‚S8‘ im Münchener Westen. München selbst ist aus eigentlich allen Ecken Deutschlands problemlos mit dem Nah- und Fernverkehr zu erreichen. Wer mag, kann auch direkt in München starten. Allerdings ist insbesondere das erste Stück im Münchener Westen weniger schön zu fahren.

Die Rückfahrt nach Deutschland kann ab Venedig bequem mit den Eurocity-Zügen der DB/ÖBB erfolgen. Hier ist die Fahrradmitnahme begrenzt möglich. Aufgrund der begrenzten Plätze empfiehlt es sich frühzeitig zu reservieren (dies geht bei der ÖBB auch online). Man kann zwar auch mit dem Nahverkehr nach Deutschland zurück fahren, diese Variante ist jedoch deutlich umständlicher und erfordert mehrfaches umsteigen.

Wenn Ihr von Venedig „Santa Lucia“ (der Bahnhof direkt auf der Insel) aus zurück fahren möchte, sollte ihr bedenken, dass Fahrräder nur auf dem kurzen Stück zwischen Piazzale Roma und Bahnhof erlaubt sind. Zudem wartet zwischen dem Piazzale Roma und dem Bahnhof eine Brücke, über die ihr Gepäck und Fahrräder wahrscheinlich tragen müsst. Der Vorteil des Bahnhofs Santa Lucia ist es, dass die Züge hier eingesetzt werden und daher genug Zeit zum Ein-/Aussteigen mit dem Fahrrad vorhanden ist. Eine gute Alternative ist es, dass Ihr ab Venezia Mestre einfach einen Regionalzug nach Santa Lucia nehmt. So kommt ihr direkt am Bahnhof an und könnt in Ruhe umsteigen.

Beschreibung

Los ging es immer auf einem straßenbegleitendem Radweg durch das Fünf-Seen-Land. Nachdem wir hinter Wessling für mehre Kilometer der schönen Eichenallee in Richtung Pilsensee gefolgt sind, ging es dann das erste mal steil bergauf in Richtung Andechs. Bei gutem Wetter bietet es sich an die Räder erstmal hier abzustellen und die bekannte Klosterbrauerei zu besuchen. Nur zu viel essen solltet Ihr nicht, da die nächsten Kilometer noch anstrengend werden 😉

Hinter Andechs geht es weiter auf Waldwegen in Richtung Weilheim. Landschaftlich ist das Stück sehr schön, es geht aber immer mal wieder kräftig bergauf und bergab. Allerdings sind viele der Wege nur schlechte Schotterpisten, obwohl sie zum offiziellen Radwegenetz zählen. Mit den Liegerädern war das ein Krampf und je nach Radtyp empfiehlt es sich alternativ über Herrsching dem asphaltierten Radweg entlang des Ammersees zu folgen.

Ab Weilheim führte uns der Weg über Nebenstraßen und Feldwegen bis nach Murnau. Dabei kamen die Berge langsam immer näher und machten Lust auf die nächsten Tage in den Bergen. Da Tirol zum Zeitpunkt der Tour Risikogebiet war, wollten wir Tirol möglichst schnell durchqueren. Aus diesem Grund entschieden wir uns das Stück Murnau bis Innsbruck mit dem Zug abzukürzen.

Unter normalen Umständen wären wir von Murnau entlang der wunderschönen Radwege durch das Murnauer Moss in Richtung Garmisch und weiter nach Mittenwald geradelt. Ab Mittenwald wären wir über eine der Umfahrungsmöglichkeiten des Zirler Bergs nach Innsbruck gefahren. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit über den Walchensee zu fahren (siehe diese Tour). Grundsätzlich solltet ihr für die Strecke Murnau – Innsbruck mit dem Fahrrad ca. einen Tag einplanen.

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