Die Sache mit dem Wetterbericht

Tachostand: 197 (+65)
Höhenmeter: 2250 (+650)

Hmm Höhenmeterdiät 😉 Auf dem Weg zur Fähre gab es wieder 350 davon zum Frühstück, natürlich nur, um sie dann wieder zu verlieren. Dabei bot die Landschaft nochmal alles was Cres so hat. Wilde Kräuter, Schafe, Fels uvm.

Im Vergleich zur Cres war Krk weniger eindrucksvoll, die Insel ist relativ flach. Der Verkehr war zunächst gemäßigt, nahm langsam zu. Gegen 12 begann es langsam zu tröpfeln. Es war zwar vorher schon bewölkt, Regen war aber nicht angesagt (Die Diskussion über Niederschlagswahrscheinlichkeit spare ich mir). Aus den Tropfen wurde immer mehr, ein Café bot Unterschlupf. Der Regenradar versprach ein baldiges Ende. So hörten der Schauer bald auf, es ging weiter.

Cres
Kvarner Bucht

Natürlich sollte das nicht stimmen. Spätestens auf der Krk-Brücke war alles nass. Dir D8 zu fahren war bei dem Regen auch kein Vergnügen und nur bedingt zum Nachahmen empfohlen. Daher endete die Fahrt früher als geplant in Selce, einer unscheinbaren Touristen“metropole“. Pro zehn Einwohner gibt es mindestens ein Hotel und Restaurant. Jetzt zur Nebensaison wird aber noch kräftig gebaut. Morgen soll das Wetter wieder besser werden, dann stehen einige mehr Kilometer auf dem Plan als geplant.

Auf nach Cres

Tachostand: 132 (+43)
Höhenmeter: 1600 (+700)

Zum Frühstück gab es Höhenmeter – erst 300 Meter bergauf, um sie dann in einer rasanten Abfahrt zur Fähre wieder zu verlieren. Der Verkehr ist dabei minimal, große Teile der D66 sind eine schöne Panoramastraße, vorbei an schroffen Felsen und Blick aufs Meer. Zur Hochsaison, wenn all die Wohnwagen nach Cres wollen macht das aber wahrscheinlich kaum Spaß.

Auf Cres angekommen gab es zur Abwechslung Höhenmeter – gute 400, die aber durchgängig gut zu fahren waren. Verkehr fast Fehlanzeige, wobei immer wieder Vorsicht geboten ist. Gerade die Einheimischen halten beim überholen auch nur soviel Abstand wie nötig ist um mich nicht platt zu fahren. Auch auf Schafe sollte man achten, Straßen scheinen ihnen zu gefallen.

Die Landschaft ändert sich dabei im Minutentakt. Anfangs dominieren Laubwälder, schnell werden diese durch steiniges Gelände mit kleinen Bäumen abgelöst. Beeindruckend. Überall mischen sich Wildkräuter in die Landschaft, Rosmarin, Thymian und am auffälligsten Salbei. Ganze Felshänge sind bedeckt mit blühenden Salbeipflanzen. Dabei gibt es immer wieder schöne Blicke auf Buchten.

In Richtung Cres (Stadt) fällt die Landschaft wieder deutlich ab, viele Olivenbäume mischen sich in das Landschaftsbild – Ziel erreicht. Mal wieder scheine ich den Altersdurchschnitt auf dem Campingplatz deutlich zu senken. Dafür passt wenigstens meine Nationalität – Deutsch ist die Regelsprache.

Drei auf einen Streich!

Tachostand: 89 (+89)
Höhenmeter: 900 (+900)

Nach einem Espresso im Antico Cafe Torinese ging es zunächst durch den wuseligen Verkehr Triestes. Auf kleinen Nebenstraßen ließ ich die Stadt schnell hinter mir. Bereits nach 6 Kilometern erinnerte wenig an Trieste, dafür ging es direkt steil bergauf. So ging es zunächst durch kleine Ortschaften, vorbei an Kirschbäumen mit reifen! Früchten uvm. Nach einem kurzem Intermezzo auf der SS114 ging es es entlang einer ehemaligen Bahntrasse in Richtung Slowenien. Dabei machte der unbefestigte Untergrund ein schnelles vorankommen leider unmöglich.

Nach knappen 15 km war das erste Land geschafft. In Slowenien ging es auf Nebenstraßen und Wegen weiter nach Kroatien, ständig bergauf. Nach guten weiteren 15 km war auch Slowenien „Geschichte“. An einem kleinen Grenzübergang ging es nach Kroatien. Der Beamte schien zunächst etwas verwirrt, winkte mich aber schnell durch.

Weiter ging es langsam bergauf, dabei wie schon zuvor überwiegend durch Laubwälder. Kurz hinter der – nun gut- nennen wir es Ortschaft Jelovice änderte die Landschaft sich plötzlich. Wiese mit Nadelbäumen ließ die Landschaft offener wirken.
Menschen, Autos – Fehlanzeige. So ging es weiter, vorbei an unwirklichen Ortschaften, langsam überwiegend bergab durch Kroatien. Nur vereinzelt Menschen oder Autos – so macht Radfahren Spaß!

Je näher ich Rijeka kam, umso mehr nahm der Verkehr zu. Die Ortschaften wurden größer. Einen ersten Blick auf das Meer gab es aber erst kurz vor Opatija. Da war sie also – die Kvarner Bucht.

Die Küstenstraße in Richtung Brestova war zunächst dicht befahren und vor allem sehr eng – so macht Radfahrern nun echt keinen Spaß. Langsam nahm der Verkehr ab und teure Autos mit deutschen Kennzeichen bestimmten das Straßenbild.

Rund um die Adria

Der Plan für die nächste Tour steht. In einigen Tagen geht es zunächst mit dem Zug nach Trieste. Ab dort geht es weiter mit dem Rad, zunächst direkt in Richtung Kroatien. Über einigen Inseln und der kroatischen Küste folgend geht es in Richtung Dubrovnik. Von dort geht es weiter, entlang der Bucht von Kotor nach Bar in Montenegro. Per Fähre geht es zurück nach Bari. Ab hier geht die Tour weiter entlang der Adriaküste in Richtung Norden. Wie weit es in Richtung Norden geht bleibt abzuwarten. Los geht es am 21.5 für gute 3 1/2 Wochen. Mehr folgt sobald es los geht.

Grober Verlauf der geplanten Route – Quelle des Kartenmaterials: openstreetmaps.org