Alternativen zum Zirler Berg mit dem Fahrrad

Wer für einen Alpencross oder für eine Alpenüberquerung bzw. Alpendurchquerung mit dem Fahrrad von Seefeld/Mittenwald nach Innsbruck bzw. in das Inntal kommen möchte, hat leider ein Problem: Der Zirler Berg ist für den Radverkehr gesperrt. Dies gilt zumindest für die Abfahrt (Seefeld-Inntal), die Auffahrt nach Seefeld ist zugelassen. Der Grund hierfür ist das starke Gefälle, wobei es viele Alpenpässe mit deutlich stärkerem Gefälle gibt. Für moderne Räder ist das Gefällt in jedem Fall kein Problem mehr. Leider ist das Verbot aber noch ein Relikt aus älteren Zeiten und wurde 1991 eingeführt. Abgeschafft wurde bis heute jedoch nicht.

Kurz vor dem Zirler Berg
Kurz vor dem Zirler Berg

Alternativen sind rar

Die Alternativen zur Abfahrt sind leider rar. Vor einigen Jahren haben wir (mit Mountainbikes) den parallel verlaufenden Forstweg/Pfad genommen. Stellenweise ist hier jedoch Schieben nötig. Mit einem voll beladenden Rad ist der Weg sicherlich nicht zu empfehlen. Alternativ stehen für Mountainbiker eine direktere Verbindung von Reith nach Zirl zur Verfügung.

Mit dem Reiserad muss man jedoch etwas größere Umwege in Kauf nehmen. Hier kann man ab Seefeld die Möserer Landstraße über Mösern nach Telfs nehmen. Wer allerdings nach Innsbruck möchte, fährt so einen Umweg von 20 – 30 km.

Update: Ein GPS-Track der zuletzt genannten Option ist hier zu finden.

Abkürzung mit dem Zug

Wer wenig Zeit hat, kann das Stück theoretisch mit dem Zug abkürzen. Ab Seefeld fahren Nahverkehrszüge nach Innsbruck. Theoretisch reicht es von Leiten bei Seefeld bis Hochzirl zu fahren (1 Station). Die S-Bahnen fahren mindestens stündliche und eine Mitnahme von Fahrrädern ist möglich (gegen Aufpreis).

Den Zirler Berg großräumig umfahren

Wer genug Zeit mitbringt findet einige Möglichkeiten den Zirler Berg großräumig zu umfahren.

Variante 1 ist die Fahrt die Fahrt über den Achensee an. Von Mittenwald kann man hierfür über Wallgau der Mautstraße (kostenlos für Fahrräder) entlang der Isar bis Vorderriss folgen und dann dem Weg der Via Bavarica Tyrolensis nehmen. Von Mittenwald kommend (mit Innsbruck als Ziel) muss man so jedoch mindestens einen zusätzlichen Tag einplanen.

Ebenso ist der Fernpass eine weitere Option. Hierfür müsste man über Mittenwald nach Garmisch und weiter nach Ehrwald fahren. Ein Teil der Via Claudia Augusta entlang des Fernpasses führt jedoch ebenfalls nur über Schotterwege. Der Fernpass selbst ist aufgrund des stellenweisen starken Verkehrs nur eingeschränkt zu empfehlen. Auch hier muss man jedoch einen größeren Umweg in Kauf nehmen.

Eine weitere Möglichkeit ist zudem der Ursprungpass zwischen Bayrischzell und Thiersee. Hier gibt es zwar keinen dedizierten Radweg, der Verkehr auf der Straße zwischen Bayrischzell und Thiersee ist üblicherweise aber relativ gering. Ab Kufstein besteht wieder Anbindung an den Innradweg. Wer weiter in Richtung Innsbruck/Brenner will muss jedoch mindestens zwei Tag mehr einplanen. Dafür kann man entspannt durch das idylische Thiersee-Tal fahren und kann zudem dem Tegernsee und Schliersee einen Besuch abstatten.

Welche Variante ist Euch am liebsten? Oder kennt Ihr noch andere Möglichkeiten?

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