Sizilien mit dem Fahrrad umrunden

In etwa 20 Tagen und 1300 km führt diese Tour mit dem Fahrrad einmal um Sizilien und nimmt dabei alle Sehenswürdigkeiten wie Vulcano, Palermo, Taromina, Noto  uvm. mit und bietet neben viel Meer auch spektakuläre Landschaften und einige Höhenmeter. Einige grundsätzliche Tipps und Tricks für die Radtour auf Sizilien habe ich zusätzlich noch einmal hier zusammengefasst.

An-und Abfahrt Tourenbeschreibung Varianten GPS-Track

An- und Abfahrt

Als Start-/Endpunkt der Umrundung  von Sizilien habe ich Palermo gewählt. Palermo ist von Neapel oder Civitavecchia (nahe Rom) problemlos per Fähre zu erreichen. Wer fliegen möchte findet hier (und in Catania) internationale Flughäfen. Bis vor kurzem war Rom bequem per Nachtzug (inklusive Fahrradmitnahme) von Deutschland aus zu erreichen. Stand 2017 ist diese Möglichkeit (leider) weggefallen, soll ab 2022 aber vlt. wieder möglich sein. Daher ist inzwischen die einzig sinnvolle Lösung die Mitnahme des Fahrrads im italienischen Fernverkehrs in Transporttaschen oder aber der Eurocity bis Bologna mit der Weiterfahrt mit dem Nahverkehr in Rom (siehe auch hier für mehr Informationen).

Tourenbeschreibung

Der Start in Palermo ist direkt ein Sprung ins kalte Wasser. Von der Fähre geht es direkt in den dichten Stadtverkehr. Hier braucht es zunächst einige Akklimatisierung, macht aber irgendwann fast Spaß. Beschleunigen, Bremsen, an Autos vorbeischlängeln – immer schön den Motorrollern folgend – Radfahren für Fortgeschrittene. Von Palermo bin ich zunächst der Küstenstraße in nördlicher Richtung nach Cefalu gefolgt. Nachdem Palermo hinter mir lag, war der Verkehr auf den Straßen (im Mai) größtenteils gering. Allerdings macht ich auch schnell die Erkenntnis, das man doch gut schauen sollte auf was für wegen man unterwegs ist. Alles was nicht als Hauptstraße gekennzeichnet ist, endet schnell in unfahrbaren Schotterpisten. So hieß es bereits kurz hinter Palermo das erste Mal „schieben“.

Hinter Cefalu ging die Fahrt weitestgehend auf der SS113 weiter. In der Nähe von Tusa lohnt sich ein Abstecher nach Alèsa Arconidèa, der weitere Teil der Strecke bis Capo d’Orlando bot nur wenige Highlights.

Hinter Capo d’Orlando wird die Küste teilweise deutlich steiler. Streckenweiße ist die SS113 eine sehr schönen Panoramastraße mit wenig Verkehr,  bei der man direkt zwischen Meer und Fels Fahrrad fahren kann – ein Highlight! Bei gutem Wetter sind zudem die Liparischen Inseln am Horizont zu erkennen.

In Richtung Tindari ändert sich die Landschaft, die Küste wird wieder weniger felsig, die Landschaft offener.  Die Wallfahrtskirche in Tindari lohnt sicherlich einen Besuch, sofern man nicht zur Hauptsaison unterwegs ist. Insbesondere der Lagune sollte man aber einen Besuch abstatten.

Weiter ging es von Tindari in Richtung Milazzo von wo aus ich mit der Fähre (diese fahren üblicherweise mehrmals am Tag,  Fahrradmitnahme ist auf den Autofähren kein Problem) nach Vulcano übergesetzt bin.

Auf Vulcano selbst lässt sich nur wenig Rad fahren. Die Insel mit seinem (noch teilaktivem) Vulkan ist aber auf all Fälle ein Besuch wert und eine Wanderung auf den Krater lohnt auf all Fälle!

Nach soviel Küstenstraße wird es Zeit für Höhenmeter. Ich habe mich entschieden den Großraum Messina zu meiden und direkt durch das Nebrodi Gebirge in Richtung Etna zu fahren.  Auf Nebenstraßen ging, vorbei an Schafherden, schnell weg von dem wuseligem Küstenverkehr. Auf SP Nebenstraßen schlängelte sich der Weg durch das Gebirge bis auf etwa 1200 Metern Höhe. Verkehr war eine Fehlanzeige – stellenweise habe ich lange Zeit kein Auto oder Lastwagen gesehen. Ab Montalbano Elicona (dem einzig größerem Dorf auf der Strecke) gab es dafür Nebel mit Sichtweiten weit unter 50 Meter, obwohl das Wetter am Strand morgens bestens war. Die Wetterumschwünge in den Bergen sollte man nie unterschätzen.

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