Villach nach Venedig: Mit dem Rad von den Bergen ans Meer

Als ideale Tour für ein verlängertes Wochenende (Dauer 4-5 Tage)  führt diese Tour von Villach nach Venedig. Die Idee dieser Tour ist (bzw. war es) möglichst einfach die „Berge mit dem Meer“ zu verbinden. Sowohl Start- als auch Endpunkt sind gut an den Fernverkehr der ÖBB/DB angebunden, so dass ein Radtransport von/nach Deutschland problemlos möglich ist.  Der Teil von  Villach – Cervigano folgt dabei der Via Alpe Adria. Trotz der eher kurzen Dauer der Tour überrascht diese mit vielen unterschiedlichen Landschaftsformen: Berge, Lagunen und Strandlandschaften sind nur einige der Highlights.

Anreise Beschreibung Varianten/Rückreise GPS-Track

Anreise

Die Anreise nach Villach ist ziemlich problemlos. Auf der Tauernstrecke fahren viele Fernverkehrszüge (München-Villach/Salzburg-Villach) in welchen die Fahrradmitnahme problemlos möglich ist. Hier sollten entsprechende Stellplätze allerdings frühzeitig reserviert werden. Wer deutlich mehr Zeit einplanen will kann auch nur mit dem Nahverkehr anreisen. Da dies aber deutlich komplizierter ist, würde ich es nicht empfehlen.

Beschreibung

Auf österreichischer Seite folgt die Strecke dem Drau- und Gailradweg und ist stets gut beschildert. Insbesondere das Stück entlang des wildromantisches Gailradwegs ist ein erstes Highlight der Strecke. Ein kurzes Stück führ der Radweg entlang der Straße, bevor er auf italienischer Seite dem FVG-1 Radweg folgt.

Der FVG-1 Radweg entlang der Strecke Tarvis – Resiutta führt entlang ehemaliger Bahntrassen. Es geht durch Tunnel und über Brücken, fast immer bergab. Dieser Teil der Strecke ist erst vor wenigen Jahren neu eröffnet wurden und in bestem Zustand – ein Traum zum Radfahren.

Ab Resiutta sind einige Teile des Wegs zunächst auf der Straße zurückzulegen.  Erst ab Venzone stehen Nebenstraßen und Schotterwege mit deutlich weniger Verkehr zur Verfügung. Es gibt durch wunderschöne grüne Landschaften, allerdings ist die offizielle Wegführung an einigen Stellen etwas länglich und macht einige größere Schleifen. Hier lohnt sich an einigen Stellen kurze Abweichungen der offiziellen Wegführung.

Entlang dieses Stücks lohnt sich in jedem Fall ein Stopp in Udine sowie Palmanova. Ein Besuch ist auch Aquileia wert, hierfür ist zwar ein kleiner Umweg nötig, sowohl die Basilika als auch die römischen Ruinen sind aber mehr als lohnenswert.

Ab Cervignano del Friuli bis Lignano Sabbiadoro folgt der Weg nun dem FVG-2 Radweg, welcher ebenfalls zum Großteil beschildert ist. Auch hier sind Teile auf stärker befahrene Straßen oder Schotterwegen zurückzulegen. Ein Großteil geht jedoch entlang ruhiger Nebenstraßen oder Radwegen durch traumhafte Natur.

Der Weg von Lignano Sabbiadoro bis Bibione ist nicht ausgeschildert und man muss dem Straßenverlauf folgen, wobei insbesondere einige Nebenstraßen nur wenig Verkehr haben.

Ab Bibione ging es schließlich auf dem E-I3 Radweg weiter, welcher ebenfalls durchgängig beschildert ist. Auch hier ist die Wegführung ein Mix aus einigen stärker befahrenen Straßen, vielen Nebenstraßen, Rad- und Schotterwegen. Gerade die Radwege beginnen und enden dabei jedoch auch ganz gerne im Nirgendwo.

Das soll jedoch nicht abschreckend wirken, Verkehr war auf dem Weg kein Problem, einzig für Familien mit (kleinen) Kindern ist die Strecke nur eingeschränkt geeignet. Auf diesem Teil der Strecke sind insbesondere das erste Stück ab Bibione sowie das Stück zwischen Jesolo und Punta Sabbioni ein echtes Highlight. Es geht teilweise entlang schöner Kanäle sowie durch Lagunenlandschaft.

Rückfahrt /Varianten

Um zum Ende der Tour von Punta Sabbioni nach Venedig zu kommen, ist zunächst die Linie 14 von Punta Sabbioni bis nach Lido zu nehmen. Die Fahrradmitnahme ist auf dem Boot (solange Platz ist) möglich (Kosten 1€ pro Rad). Die Weiterfahrt von Lido bis nach Venedig S. Lucia (bzw. nach Tronchetto) ist ist mit der Linie 17 möglich. Der Abfahrtsort auf der Linie 17 auf Lido ist jedoch ungefähr 1 km vom den Ankunftsort mit der Linie 14 entfernt. Es lohnt sich zudem, ausreichend Zeit einzuplanen. Mit Ticketkauf, Umsteigen und warten auf den Anschluss gehen schnell 2-3 Stunden ins Lande.

Um schließlich nach Deutschland zurückzukehren kann man entweder einen der EuroCity-Züge nehmen, oder aber die Tour mit dem Fahrrad fortsetzen. Entweder in Richtung Süden oder aber nach Norden. Hier bieten sich viele Varianten an, entweder der direkte weg bis zum Gardasee und ab dort dem Etschradweg folgend, oder aber in Richtung Dolomiten und dort den Radweg über Bassano, Feltere und Cortina d‘ Ampezzo mit Anschluss an viele weitere Optionen in Südtirol. Interessant können zudem die vielen Möglichkeiten in Istrien und Kroatien sein. Hierfür würde es sich ggf. lohnen bereits ab Aquileia abzuzweigen.

GPS-Track

Gesamtstrecke: 365.9 km
Maximale Höhe: 837 m
Minimale Höhe: -21 m
Download file: 2018-04-28 1348__20180428_1348.gpx
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