Kroatien: Inselhüpfen mit dem Fahrrad

Den Großteil meiner Tour um die Adriaküste habe ich mich in Kroatien aufgehalten. Da die direkte Küstenstraße stellenweise viel Verkehr hat, habe ich mich damals entschieden Teile auf den diversen Inseln zurückzulegen. Eine Entscheidung die ich nie bereut habe, einigen Inseln sind zwar sehr hügelig, jede Insel bietet aber eine einzigartige Landschaft und alle laden zum Radfahren ein. Basieren auf meinen Erfahrungen möchte ich Euch einige Tipps geben.

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Farhradtour auf Sardinien – Tipps und Tricks

Neben Sizilien und Elba ist Sardinien ein beliebtes Ziel für Radreisen und zwar nicht umsonst, wie ich 2018 erst selbst erleben durfte. Wenig Verkehr, gutes Wetter, wundervolle Landschaft und gutes Essen machen Sardinien zu einem sehr gutem Ziel für Radtouren. Neben meinem ausführlichem Bericht möchte ich Euch hier einige allgemeine Tipps geben.

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Radtour auf Sizilien – Tipps und Tricks zur Planung

Sizilien ist sicherlich eine wunderschöne Insel für ausgedehnte Radtouren. Im Sommer 2014 habe ich in knapp 3 Wochen die Insel einmal umrundet, eine Tour und Zeit die mir sehr gut gefallen hat. Alle die, die ähnliche Ideen haben kann ich nur empfehlen Sizilien mit dem Fahrrad zu erkunden. Neben meinem ausführlichem Beitrag möchte ich Euch hier Tipps und Tricks zur Planung Eurer Fahrradtour geben.

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Radreise: Routenplanung auf Kuba

Das Fahrrad ist sicherlich die beste Art Kuba zu erkunden, Landschaft, Leute un das Land kennen zu lernen. Am Anfang steht aber doch häufig die Frage – wo kann man fahren? Für einige Ideen daher meine Gedanken zum Thema Routenplanung auf Kuba.

Radwege?Fehlanzeige!

Da es kein ausgebautes Rad- oder Fernradwegenetz wie beispielsweise die Eurovelos in Europa gibt, könnt ihr euch bei der Planung einfach an das Straßennetz von Kuba halten. Das bedeutet jetzt aber keinesfalls, dass Kuba deswegen für Radreisen ungeeignet wäre. Eher im Gegenteil, das Straßennetz ist relativ dicht, es gibt meist wenig Verkehr und häufig sind die Straßen in passablem bis gutem Zustand.

Wer ohne geländetaugliches Rad unterwegs ist und halbwegs zügig vorwärts kommen möchte, der sollte sich dabei jedoch an die Hauptstraßen halten. Abseits der Hauptstraßen sinkt die Straßenqualität oft rapide, teilweise sind die Wege auch nur noch Schotter- oder Erdpisten. Unser Versuch ein Stückchen über Nebenstraßen abzukürzen hat uns damals viel Spaß gemacht, Strecken- und Zeittechnisch hat die Abkürzung aber wenig gebracht.

Von allen Straßen die wir zurückgelegt haben waren fast alle gut fahrbar. Sehr positiv aufgefallen war vor allem die Via Blanca und die 122. Aufgrund des Verkehrs eher negativ vor allem Teile der Carretera Central de Cuba sowie die Verbindungsstraße zwischen Yaguramas und Cienfuegos.

Für die genaue Planung der Route solltet Ihr Euch vorab überlegen, welche Teile von Kuba (bzw. Sehenswürdigkeiten) und Landschaften ihr gerne sehen möchtet und wie viel Zeit ihr habt. Da auf Kuba viele alltägliche Dinge viel Zeit kosten und es Mittags schnell sehr warm wird waren für uns etwa 70 – 80 km am Tag realistisch. In diesem Abstand findet man häufiger größere Städte die genug Übernachtungsmöglichkeiten bieten.

Toptouren im Osten und Westen Kubas

Aufgrund der Landschaft sowie der dichte an Sehenswürdigkeiten sind die beliebtesten Teile von Kuba sicherlich der Westen mit Pinar del Rio, Vinales, Havanna, Matanzas, der Schweinebucht, Cienfuegos, Trinidad, Sancti Spiritus, Santa Clara und Varadero (sofern man die Touristenmassen hier mag). Je nach Tourenlänge sollte man hierfür 2 Wochen einplanen.

Die Landesmitte zwischen Sancti Spiritus und Hologuin bzw. Bayamo ist landschaftlich eher weniger interessant. es überwiegt flache, landwirtschaftliche Nutzfläche mit wenigen wirklichen Highlights. Aus diesem Grund kann es durchaus Sinn machen entweder nur den Westen oder den Osten mit dem Rad zu erkunden, oder aber die Landesmitte mit dem Bus zu durchqueren.

Viele Highlights bietet auch der Osten wieder. Mit Bayamao und Manzanillo fängt es zwar erst unspektakulär an, insbesondere die Pilon Küstenstraße ist aber ein absolutes Highlight! Gleiches gilt für Santiago de Cuba. Die bei vielen Radfahrern sehr beliebte Weiterfahrt von Santiago de Cuba in Richtung Baracoa und Moa war bei meiner Tour leider ausgefallen. Auch die Gegend rund um Mayari und Guradalavaca habe ich damals nur noch mit dem Taxi besichtigt, aber die Gegend bietet viel Potential für abwechslungsreiche Etappen.

Aber Achtung: Egal wie wenig Verkehr häufig ist, bedenkt immer das ihr auf öffentlichen Straßen seit auf denen eine ganze Reihe anderer Verkehrsträger unterwegs sind und bleibt aufmerksam. Neben dem Verkehr solltet ihr insbesondere auf auf mögliche Schlaglöcher und Schienen Rücksicht nehmen.

Mehr Tipps und Ideen zum Thema Kuba findet Ihr auch hier.

DB: Fahrradmitnahme jetzt auch im ICE-T

In den letzten Monaten hat die Deutsche Bahn begonnen bei einigen ICE-T Zügen die Fahrradmitnahme nachzurüsten. In den nachgerüsteten Zügen können nun bis zu drei Fahrräder mitgenommen werden. Ursprünglich war die Fahrradmitnahme beim ICE-T bereits möglich, wurde später aber wieder zurückgebaut (siehe auch Wikipedia). Mit der nun wieder zur Verfügung gestellten Möglichkeit der Fahrradmitnahme ist die Mitnahme nun in zwei Zügen der ICE Flotte möglich – dem ICE 4 sowie dem ICE-T.

Allen Radfahrenden ist aber auch klar, dass die drei Plätze viel zu wenig sind. Problematisch ist dies insbesondere, da die Bahn den ICE-T nun vermehrt auf Strecken einsetzt auf welchen früher IC-Züge mit deutlich mehr Fahrradplätzen unterwegs waren.

Via Alpe Adria, Via Claudia Augusta oder Brenner?


Während ich zuletzt auf der Via Claudia Augusta unterwegs war, stellte ich mir selbst die Frage: Was ist die beste Möglichkeit der Alpendurchquerung mit dem Fahrrad? Die Via Alpe Adria (Salzburg – Jesolo), die Via Claudia Augusta oder die Brennerroute (teilweise bekannt als Via Bavarica Tyrolensis oder München-Venezia). Meine Gedanken zu der Frage möchte ich hier zusammenfassen, doch soviel vorweg – eine eindeutige Antwort gibt es nicht.

Auf Traumwegen durch die Alpen

Jede der Wegführungen hat seine individuellen Highlights. Bei der Via Alpe Adria ist das sicherlich der Teil durchs Salzburger Land und die Teile auf der ehemaligen Bahntrasse von Tarvis nach Resiutta. Auf der Brennerroute der Abschnitt entlang der alten Römerstraße zwischen Innsbruck und Matrei sowie die Abschnitte auf der ehemaligen Bahntrasse entlang des Eisacktals (Eissackradweg) und auf der Via Claudia Augusta der gesamte Abschnitt im Etschtal.

Negative Seiten gibt es aber auch

Allerdings hat jeder der Routen auch seine negativen Aspekte – wie stark diese ins Gewicht fallen muss jeder für sich beurteilen. Auf der Via Claudia Augusta ist dies insbesondere der Abschnitt um den Fernpass. Die Umfahrung der Fernpassstraße führt über eine Schotterpiste. Insbesondere früher im Jahr (bis einschließlich April) kann die Nutzung der Umfahrung wegen Schnees unmöglich (oder zumindest sehr mühsam) sein, dann heißt es Bundesstraße fahren. Auch bei dem Stück zwischen Pfunds und Martina heißt es nochmal Straße fahren. Aufgrund der Enge des Tals ist hier auch kaum Platz für einen Radweg. Die Hinweise zum Radverkehr auf der Straße scheinen aber leider auch nicht alle Autofahrenden wahrzunehmen.

Bei der Tour über den Brenner (z.B mit Start in Lenggries oder Mittenwald) ist vor allem das Stück zwischen Matrei und Brennero problematisch. Hier fehlt ein Radweg oder alternative Fahrmöglichkeiten. Die Brennerbundesstraße ist insgesamt zwar gut zu fahren und wenig steil, aber Straße ist natürlich nicht für jeden was. Hier kann die S-Bahn von Matrei zum Brenner zur Alternative werden.

Auch auf der Via Alpe Adria sind einige Stücke auf der Straße zurück zulegen. Das größte Manko ist hier sicherlich, dass auf der italienischen Seite ab Resiutta ein Radweg komplett fehlt bzw. nur Stückwerk ist. Insbesondere die ersten Abschnitte entlang der SS13 können unangenehm sein, zumal Bahnhöfe auf dem Stück auch Mangelware sind (der erste mögliche Bahnhof ist Carnia).

Gibt es eine leichteste Route zur Alpendurchquerung?

Ja, die leichteste ist sicherlich die Via Alpe Adria, da der Alpenhauptkamm per Zug durchquert wird. Es bleibt nur der leichte Anstieg nach Bad Gastein sowie der leichte Anstieg zwischen Villach und Tarvis (Höhenprofil siehe hier).

Das soll jedoch nicht bedeuten, dass die beiden anderen Touren besonders schwer sind. Mit ordentlicher Grundfitness und mehr als 5 Gängen ist jeder der Anstiege gut zu meistern. Gerade mit bepacktem Rad ist zudem die Schotterpiste um den Fernpass sehr nervig.

Mein Favorit?

Meine liebste Alpendurchquerung? Eine Mischung aus Brenner und Via Claudia Augusta. Alte Römerstraße und Brennerstraße um den Alpenhauptkamm zu überqueren und danach runter durch das Etschtal. Aber im Ernst ist es letztlich schwer einen absoluten Favoriten auszumachen. Tendieren würde ich zur Via Claudia Augusta. Der Anstieg zur Norbertshöhe ist schön zu fahren und die Fahrt durch das Etschtal ist ein Traum. Ab dem Ende des Reschensees geht es fast durchgehend auf dem schön geführten Radweg abseits des Verkehrs durch das Tal, immer in der Nähe der Etsch. Anfangs zeigt sich der Fluss als wilder Strom, der an Volumen langsam aber sicher zunimmt und später als breiter Fluss mit der Eissack zusammenfließt.

DB ECx Züge mit Platz für nur 8 Fahrräder

Vor kurzem hat die DB die neuen ECx Züge vorgestellt, welche ab 2023 eingesetzt werden sollen. Geplant ist insbesondere ab 2024 der Einsatz auf „touristischen“ Strecken, z.B nach Oberstdorf.

Für alle Radreisenden enthält die Ankündigung der DB leider eine große Enttäuschung. Auf den über 200 Metern Zuglänge ist lediglich Platz für 8 Fahrräder vorgesehen. Wie die ersten Bilder andeuten sollen diese wieder hängend montiert werden und es steht zu befürchten, dass es ähnlich eng wie in den alten IC Zügen zugeht, bei denen alle Räder häufig nur sehr schwer unterzubringen sind. Zusätzlich ist vor allem das Aushängen der Räder während der Fahrt sehr wackelig.

Insgesamt ist es enttäuschend, dass die DB mit den neuen ECx Zügen nicht die Chance nutzt die Kapazitäten für Räder deutlich zu erhöhen. Die ÖBB bietet hier auf vielen Strecken beispielsweise ganze Fahrradwaggons. Für die DB nehmen nach Aussagen auf Twitter die 8 Stellplätze schon genug Platz ein. Für viele, die mir dem Rad verreisen wollen, versäumt es die DB somit eine Alternative zum Auto zu sein.

Ohne Räder nach Mayari und Guardalavaca

Von Guantanamo ging es mit dem Viazul (inkl. üblichem Fahrradchaos) weiter nach Hologuin. Glücklicherweise konnte wir dort die Fahrräder für drei Tage parken und so Mayari und Guardalavaca besuchen. Mayari wäre eh einer der geplanten Halte gewesen, hier liegt 12 km entfernt der höchste Wasserfall Kubas, der auf jeden Fall ein Besuch wert ist. Durch Regenwald hindurch kann von der Besuchsstation der untere Teil besucht werden (etwa 2:30 Minuten). Zudem bietet der obere Teil einen schönen Ausblick und Möglichkeiten zum Baden.

Weiter ging es nach Guardalavaca, einem von mehreren Stränden nördlich von Hologuin. Landschaftlich positiv auffallend waren dabei vor allem die letzten etwa 30 km zwischen Mayari und Guardalavaca. Hier wird es wieder deutlich hügelige, teilweise 200 bis 300 Meter blicken die höchsten Gipfel empor.

Guardalavaca selbst ist Bilderbuch Karibikfeeling mit weißem Sandstrand und sehr ruhigem, türkisfarbendem Meer. Ein Teil des Strands ist in fester Hand einiger Hotelblöcke, abseits davon gibt es aber ausreichend öffentlichen Strand auf dem es, dank vieler Bäume, auch ausreichend Schatten gibt. Der perfekte Ort zum Baden, Sonnen und abschalten. Einzig die Preise sind doch hier deutlich höher als in vielen anderen Ecken.

Ebenso eindrucksvoll wie das Stück vor Mayari war auch der Abschnitt von Guardalavaca nach Hologuin. Immer wieder sind kegelförmige Erhebungen in der Landschaft zu sehen, die Erinnerungen an das Vinales Tal wecken. Für Radfahrenden lohnt es sich sicherlich ab Mayari den Abstecher über Banes und Guardalavaca nach Hologuin zu fahren.

Gesamtkilometer: 960 km (+ 0km) Höhenmeter gesamt: 3100 m (+0 m)

Auf der Autopista nach Guantanamo

Nach einem Tag Pause ging es von Santiago de Cuba weiter auf die nördliche Oriente. Über Guantanamo, Imias, Baracoa, Moa und Mayari soll es schließlich nach Hologuin gehen, von wo aus es mit dem Viazulbus über Santa Clara nach Havanna zurück geht. Die notwendigen Tickets haben wir bereits in Santiago de Cuba organisiert. Hier wurden uns auch nochmal den 5 CUC Pauschalpreis für die Fahrradmitnahme bestätigt. Einige andere Quellen sprechen von 12 % des Ticketpreises.

Während insbesondere in Zentralkuba viele Elektroscooter unterwegs waren, nimmt im Süden die Dichte an leicht motorisierten Motorrädern zu. Der Kohlenwasserstoffmix in der Luft machte insbesondere bei der Ausfahrt aus Santiago de Cuba zu schaffen. Bekannt als hügeligste Hafenstadt der Welt ging es immer wieder auf und ab, denoch war die Auffahrt auf die Autopista (A1) relativ schnell gefunden.

Erstmals auf der Tour sind wir also auf der Autobahn. Zweispurig mit breiten Standstreifen geht es in beide Richtungen. Neben wenigen anderen Fahrräder sind Scooter, Autos aber auch Kutschen anzutreffen. Die Autobahn führt zunächst über eine kleine Passhöhe auf 200 m asl, da die Höhenmeter jedoch auf knapp 15 km aufgeteilt sind, ist die Steigung sehr gemächlich. Die Autobahn fühtt vorbei an teils dichtem Wald. Immer wieder werden an Obstständen Bananen, Ananas und Co. verkauft. Das das umfangreiche Frühstück (wie üblich Brot mit Omelett, Kaffee, Saft und viel Obst) aber erst 2 Stunden her ist, besteht wenig Bedarf an Nachschub.

Kurz hinter der Passhöhe bei El Cristo geht es wieder ab von der Autobahn. Die Landschaft ist hier eine Art Hochebene. Vorbei an Feldern mit Zuckerrohr und durch kleine Ortschaften geht es immer wieder leicht bergauf und bergab. Im Blick sind dabei stets die die Ausläufer des Sierra de la Gran Piedra.

Mit Alto Songo auf knapp 300 m asl errichten wir schon bald den höchsten Punkt der Tagestour. Theoretisch sollte es ab jetzt überwiegend bergab gehen. Der starke Gegenwind, der mittlerweile aufgekommen ist, machte diesen Vorteil jedoch zu Nichte.

Bevor es auf den letzten 45 km wieder auf die Autobahn nach Guantanamo geht planten wir eine Pause in La Maya. Leider gab das Essensangebot wenig her; im Wesentlichen Schinkenbrötchen. Entsprechend gibt es die Bananen- und Eisdiät zum Mittagessen.

Kurz hinter La Maya sollte es also wieder auf die Autobahn gehen. Die ersten etwa 20 km ist diese jedoch noch nicht fertiggestellt. Es sind zwar beide Fahrtrichtung planiert und auch entsprechende Brücken stehen schon, geteert ist jedoch nur eine Fahrspur. Verkehr herrscht dafür fast überhaupt nicht mehr, allerdings tauchen immer wieder dicke Schlaglöcher auf.

So geht es einsam auf der Autobahn durch grüne Natur. Immer mal wieder überqueren wir dichte bewachsenen Flüsse. Kurzzeitig gibt es schöne Blicke auf den La Yaya Stausee der vom Fluss Guantanamo gespeist wird, der gleichzeitig auch als Grenzfluss zur Provinz Guantanamo dient. Die Autobahn ist hier jetzt komplett ausgebaut, allerdings macht der starke und teils sehr böhige Gegenwind die Fahrt nach wie vor sehr anstrengend und langwierig.

Erst relativ spät erreichten wir also endlich Guantanamo (nicht mit der 25 km entfernten US Basis in der Guantanamo Bucht zu verwechseln). Verletzungsbedingt geht es ab hier leider nicht mehr mit dem Fahrrad weiter. Da auch die Viazul Busse nach Santiago de Cuba ausgebucht und der Zug keine Fahrräder mitnimmt bleiben wir insgesamt knapp 3 Tage in Guantanamo um schließlich wieder mit dem Bus langsam in Richtung Havanna zu fahren.

Gesamtkilometer: 960 km (+87 km) Höhenmeter gesamt: 3100 m (+400 m)

Weiter nach Santiago de Cuba

Nach einem halben Tag Ruhe schwingt es sich Morgens ganz entspannt auf die Fahrräder. Weiter führt uns die Straße in Richtung Santiago de Cuba. Erstmals begegnen uns auch auf der Straße erstaunlich viele andere Radreisenden (ca 8), was sicherlich daran liegt, dass die Route hier unten eine der beliebtesten ist. Der Verkehr ist nach wie vor nur sehr gering. Die meiste Zeit fährt es sich ganz entspannt auf der breiten Straße. Auf der rechten Seite das Meer, auf der linken Seite die Ausläufer des Sierra Maestra. Die Natur zeigt sich entlang der Strecke nochmal etwas grüner als am Vortag.

Trotz teilweise heftigem Gegenwind aus Norden geht es auf der Straße zügig voran. Mal etwas bergauf, dann bergab vorbei an Feldern, Buchten, einigen Mangroven und Sümpfen. Zudem liegt auf dem Weg noch ein Wrack aus dem spanisch amerikanischen Krieg.

Auch wenn die Siedlungsdichte im Vergleich zum Vortag nochmal zunimmt, ist es insgesamt noch sehr wenig los. Insgesamt durchqueren wir 3 kleinere Dörfer auf dem Weg nach Santiago. Der Ort zur Mittagspause wählt sich somit fast von selbst. Die zwei kleineren Restaurants wollten uns Languste und Co auftischen, was zum Radfahren nun wirklich die falsche Wahl ist. Fündig wurden wir also in einer kleinen Cafeteria.

Während der Pause ging es dann plötzlich hoch her. Viele Schulkinder mit Plakaten rückten an, die Polizei kam vorbei und unter Polizeibegleitung fuhr ein Geländewagen durch. Die Kinder schrien Parolen welche anlässlich des Referendums zur Änderung der Konstitution am 24.2 überall aufgehängt sind.

Ruhig ging es danach weiter bis nach Santiago de Cuba. Da Santiago de Cuba aus Süden kommend am nördlichen Ende der Bucht liegt, musste die Bucht noch einmal komplett umfahren werden. Wie üblich nimmt der Verkehr wieder zu. Für eine Stadt dieser Größe ist er, verglichen mit anderen Ländern, aber nach wie vor sehr gering. Da Santiago eingebettet zwischen Bergen und Meer liegt, geht es immer wieder ordentlich auf und ab. Dazu gibt es ständig  schöne Blicke auf die Stadt oder das Umland. Die Casa, welche uns vom Betreiber des Hostel in Havanna empfohlen hatte, ist der perfekte Ort um die Stadt am nächsten Offtag zu erkunden.

Gesamtkilometer: 873 km (+79 km) Höhenmeter gesamt: 2700 m (+250 m)