Radreise: Routenplanung auf Kuba

Das Fahrrad ist sicherlich die beste Art Kuba zu erkunden, Landschaft, Leute un das Land kennen zu lernen. Am Anfang steht aber doch häufig die Frage – wo kann man fahren? Für einige Ideen daher meine Gedanken zum Thema Routenplanung auf Kuba.

Radwege?Fehlanzeige!

Da es kein ausgebautes Rad- oder Fernradwegenetz wie beispielsweise die Eurovelos in Europa gibt, könnt ihr euch bei der Planung einfach an das Straßennetz von Kuba halten. Das bedeutet jetzt aber keinesfalls, dass Kuba deswegen für Radreisen ungeeignet wäre. Eher im Gegenteil, das Straßennetz ist relativ dicht, es gibt meist wenig Verkehr und häufig sind die Straßen in passablem bis gutem Zustand.

Wer ohne geländetaugliches Rad unterwegs ist und halbwegs zügig vorwärts kommen möchte, der sollte sich dabei jedoch an die Hauptstraßen halten. Abseits der Hauptstraßen sinkt die Straßenqualität oft rapide, teilweise sind die Wege auch nur noch Schotter- oder Erdpisten. Unser Versuch ein Stückchen über Nebenstraßen abzukürzen hat uns damals viel Spaß gemacht, Strecken- und Zeittechnisch hat die Abkürzung aber wenig gebracht.

Von allen Straßen die wir zurückgelegt haben waren fast alle gut fahrbar. Sehr positiv aufgefallen war vor allem die Via Blanca und die 122. Aufgrund des Verkehrs eher negativ vor allem Teile der Carretera Central de Cuba sowie die Verbindungsstraße zwischen Yaguramas und Cienfuegos.

Für die genaue Planung der Route solltet Ihr Euch vorab überlegen, welche Teile von Kuba (bzw. Sehenswürdigkeiten) und Landschaften ihr gerne sehen möchtet und wie viel Zeit ihr habt. Da auf Kuba viele alltägliche Dinge viel Zeit kosten und es Mittags schnell sehr warm wird waren für uns etwa 70 – 80 km am Tag realistisch. In diesem Abstand findet man häufiger größere Städte die genug Übernachtungsmöglichkeiten bieten.

Toptouren im Osten und Westen Kubas

Aufgrund der Landschaft sowie der dichte an Sehenswürdigkeiten sind die beliebtesten Teile von Kuba sicherlich der Westen mit Pinar del Rio, Vinales, Havanna, Matanzas, der Schweinebucht, Cienfuegos, Trinidad, Sancti Spiritus, Santa Clara und Varadero (sofern man die Touristenmassen hier mag). Je nach Tourenlänge sollte man hierfür 2 Wochen einplanen.

Die Landesmitte zwischen Sancti Spiritus und Hologuin bzw. Bayamo ist landschaftlich eher weniger interessant. es überwiegt flache, landwirtschaftliche Nutzfläche mit wenigen wirklichen Highlights. Aus diesem Grund kann es durchaus Sinn machen entweder nur den Westen oder den Osten mit dem Rad zu erkunden, oder aber die Landesmitte mit dem Bus zu durchqueren.

Viele Highlights bietet auch der Osten wieder. Mit Bayamao und Manzanillo fängt es zwar erst unspektakulär an, insbesondere die Pilon Küstenstraße ist aber ein absolutes Highlight! Gleiches gilt für Santiago de Cuba. Die bei vielen Radfahrern sehr beliebte Weiterfahrt von Santiago de Cuba in Richtung Baracoa und Moa war bei meiner Tour leider ausgefallen. Auch die Gegend rund um Mayari und Guradalavaca habe ich damals nur noch mit dem Taxi besichtigt, aber die Gegend bietet viel Potential für abwechslungsreiche Etappen.

Aber Achtung: Egal wie wenig Verkehr häufig ist, bedenkt immer das ihr auf öffentlichen Straßen seit auf denen eine ganze Reihe anderer Verkehrsträger unterwegs sind und bleibt aufmerksam. Neben dem Verkehr solltet ihr insbesondere auf auf mögliche Schlaglöcher und Schienen Rücksicht nehmen.

Mehr Tipps und Ideen zum Thema Kuba findet Ihr auch hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.