Über Stock und Stein nach Trinidad

In den letzten Tagen ist es langsam deutlich wärmer geworden und das Thermometer zeigt Nachmittags inzwischen 30 Grad an. Spätestens ab 10 Uhr wird es spürbar warm und da der Himmel die meiste Zeit wolkenfrei ist, ist gegen Mittag mindestens eine Stunde Pause Pflicht. Da es aber bereits gegen 18:30 Uhr dunkel wird versuchen wir früher am Morgen loszukommen und saßen diesmal um 8:15 Uhr abfahrbereit auf den Sätteln.

Uns wurde empfohlen ab Cienfuegos zunächst zur Lagune Guanaroca zu fahren und ab dort, mit einem größeren Schlenker, auf die CS in Richtung Trinidad zu fahren. So ging es zunächst durch die hügelige Landschaft in Richtung Guanaroca. Das Sierra del Escambray Gebirge im Blickfeld am Horizont fuhren wir vorbei an vielen Obstplantagen und konnten immer mal wieder einen Blick auf das Meer erhaschen.

Ab Guanaroca haben wir beschlossen einen unbefestigten Weg anstelle der langen Schleife zu fahren um so etwas Strecke (und Zeit) zu sparen. Hinter einer Pferdekutsche her holperten wir über landwirtschaftliche Wege. Vorbei an Bannanenplantagen folgten wir dem Flusslauf des Arimao. Anfangs war die Strecke noch angenehm zu fahren, später waren auf dem Stück viele LKWs unterwegs. Offenbar versucht man den Weg als Straße auszubauen und so wurden Unmengen trockener Erde durch die Gegend transportiert. Alles war voll Staub.

Schließlich standen wir wieder vor dem Arimao. Theoretisch hätten wir den Fluss hier überqueren müssen, allerdings gab es keine Brücke. Nach einigem herumirren zeigten zwei Dorfbewohner uns die Stelle an der wir den Fluss einfach durchqueren konnten. Von dieser Stelle waren es noch etwa 4 km bis zur CS, die langsam aber problemlos zu fahren war. Aufgehalten hat uns jedoch nochmal eine längere Diskussion mit Bewohner*Innen des nächsten Dorfs, die uns wieder komplett an unseren Ausgangspunkt zur Lagune zurück schicken wollten. Ausführliche Spanischkentnisse wären hier sicher von Vorteil gewesen.

All das Gesuche, die Diskussionen und die längere Strecke als gedacht hatten den Vorteil der Abkürzung (wie sollte es auch anders sein) zu Nichte gemacht.

In der Mittagshize ging es daher weiter auf der CS. In den Ausläufern des Sierra del Escambray geht es ständig von Hügel zu Hügel. 40 Meter rauf, 40 Meter bergab. Häufig sieht man den nächsten kurzen Anstieg schon direkt bei der Abfahrt. Die Landschaft ist grün und hügelig. Teilweise wachsen Zuckerrohr und Bananen, zudem weiden viele Pferde auf den Wiesen.

Ab Camilo Cienfuegos führt die Straße schließlich an der Küste lang. Auf der linken Seite liegt das Gebirge, auf der rechten Seite das Meer, häufig jedoch in etwa hundert Meter Abstand. Immer wieder geht es in langen Brücken über Flüsse die ins Meer gehen. Auf der linken Seite liegen dann grüne Flusszuläufe, auf der rechten Seite Badebuchten.

Erst vergleichsweise spät und relativ hungrig hatten wir schließlich Trinidad erreicht. Eine Unterkunft war schnell gefunden. Die Altstadt von Trinidad ist sehr schön, es erinnert aber eher an Kuba Disneyland für Touristen als an Kuba selbst. Die Innenstadt ist fest in der Hand von Touristen, an jeder Ecke werden Taxis, Exkursion und Co. angeboten. Was wir sehen und erleben hat wenig mit dem zu tun wie wir Kuba unterwegs in vielen Städten und Dörfern erlebt haben.

Gesamtkilometer: 441 km (+85 km) Höhenmeter gesamt: 1150 m (+400 m)

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