Durch die Berge Nordalbaniens

Von Pukë ging es vorgestern weiter in Richtung Norden auf der SH5. Direkt hinter der Stadt ging es nochmal mächtig nach oben, dafür fanden wir uns schnell mit schönen Blicken in Richtung der albanischen Alpen wieder. Schon kurz hinter der Passhöhe bot uns ein vorbeifahrendes Fahrzeug Wasser aus der Quelle an. Später, in Fushë-Arrëz stopte noch ein LKW, der Mineralwasser ausliefert, und schenkte uns zwei Flaschen.

Unser Gastgeber im Gästehaus in Pukë gab uns den Tipp, dass hinter Fushë-Arrëz kaum mehr Infrastruktur kommt und wir nochmal Wasser kaufen sollten. Da passten die Flaschen gut ins Bild und wir stoppten nochmal im Ort für ein ausführliches Mittagessen. Hinter Fushë-Arrëz ging es erst gemächlich, dann langsam immer steiler bergauf. Zwischendrin stopte ein Fahrzeug und es stellte sich heraus, dass der Fahrer das Hotel gehört, für das wir Abends ein Zimmer reserviert hatten. Bis auf ein paar Lastwagen der Mineralwasserfirma, welche entlang der SH5 ihre Quelle hat, waren nur wenige Menschen zu sehen. Bars, Supermärkte oder Tankstellen gab es auch nicht, dafür viel Natur und mächtig Sonne.

Von der SH5 bogen wir kurz vor der Gipfelhöhe auf die SH22 ab. Die Straße ist sehr schmal, aber insgesamt war sie gut zu fahren. Auch hier gibt es nur 2 Richtungen, nach oben oder nach unten und so schlängelten wir uns auf der Straße entlang des Bergrückens herum. Kurz vor unserem Ziel des Tages, ein Hotel irgendwo im Nirgendwo, tauchte schließlich langsam der Firza-Stausee auf.

Nachdem es in der Nacht ein kräftiges Gewitter gab, hatte es sich morgens gut abgekühlt. So ging es weiter entlang der SH22 zu vielleicht einer der schönsten Tagestouren durch Albanien. Ständig gibt es neue Blicke über den Fierza-Stausee. Die Blicke erinnerten micht ein wenig an Korsika entlang der Küstenstraße, nur eben mit einem See anstelle es Meeres. Immer wieder mächtig bergauf, dann bergab ging es entlang des Stausees, bis wir schließlich die große Staumauer kurz vor Fierza erreichten. Ab dort ging es zügig runter ins Tal um schließlich wieder der Valbona bergauf bis Bajram Curri zu folgen. Von hier aus geht es weiter in das Valbona-Tal.