Auf in den Westen Nordalbaniens

Nachdem ich in den letzten Jahren bereits Albaniens Küste, Teile des Inlands und den Südosten durchquerrt habe, fehlt eigentlich fast nur noch der Norden – insbesondere der Nordwesten Albaniens.

So ging es mal wieder ab München mit dem Railjet nach Ancona, von dort weiter nach Bari und schließlich mit der Fähre rüber nach Durrës. Dort starteten wir vor knapp drei Tagen in Richtung Norden. Die ersten 30 Kilometer waren erstmal geprägt von Verkehr und besiedeltem Gebiet. So langsam tauchten dabei die ersten Berge am Horizont auf. Schlieslich endete der Tag in einer schönen Agritourismus-Unterkunft am Fuße des Skanderberggebirges bei Laç.

Das Skanderberggebirge war aber nicht unser Ziel, sondern es sollte am nächsten Tag noch weiter in den Norden nach Vau-Deja, an den gleichnamigen Stausee. Die Strecke dorthin wurde nach und nach deutlich hügeliger und so ging es meist leicht oberhalb der Zadrima-Ebene in Richtung Norden. Anfangs gab es noch etwas mehr Verkehr, schon bald waren nur noch weniger Autos zu sehen. Die Landschaft ist wunderbar grün und die Berge rechts von uns bieten mit dem Fels einen schönen Kontrast. Unweit von Vau-Deja fanden wir schließlich einen netten Campingplatz direkt am Wasser.

Von dort stand die erste knackigere Bergetappe vor uns. Auf der SH5 ging es hoch in Richtung Puka. Es geht wirklich ins Nirgendwo, nur wenige sehr kleine Dörfer, einige Bars aber keine Supermärkte oder Restaurants mehr. Dafür unendliche Berglandschaft, kaum Verkehr und eine knallende Sonne. Bei über 30 Grad war die Tour schon eine Herausforderung, wobei auch nicht viel Wind wehte. Die Landschaft ist dafür umso schöner. Gerade rund um Puka befinden wir uns auf einer Hochebene mit vielen grünen Feldern. Obwohl Puka selbst nur knapp 3000 Einwohner:innen hat fällt der Ort durch seinen sehr belebte Stadtkern mit vielen Bars, Shops und Cafes sowie einem kleinen See in der Ortmitte positiv auf.