Rauf ins Valbona-Tal

Nach einem ausführlichem Frühstück in Bajram Curri ging es raus auf die Räder und hoch ins Valbona-Tal. Bereits der erste Blick in die Valbona beim überquerren des Flusses am Eingang des Tals machte Spaß auf mehr. Es ging dann langsam bergauf ins Tal, wobei der erste Eindrck bei der Einfahrt in das Tal noch nicht so richtig erahnen lässt was folgt.

Es folgen etwa 17 weitere Kilometer, bei denen es fast ständig bergauf geht, von etwa 250 rauf auf über 900 Höhenmeter. Von Kilometer zu Kilometer wird es immer beeindruckender. Vor uns liegen hohe Berge, links oder rechts fliest die Valbona. Hier und da gibt es sehr schöne Gästehäuser/Bars/Campingplätze, die zum verweilen einladen.

Der Ort Valbona selbst liegt wunderschön im hinteren Teil des Tals. Die Straße geht nur noch wenig weiter, dann folgt der Wanderweg über den Valbona-Pass. Der Ort selbst hat einige Gasthäuser und Hotels sowie Restaurants, aber keinerlei Infrastruktur. Kleine Läden, eine Bäckerei und Co sucht man vergebens. Dafür bietet unser Gästehaus das Sorglos-Paket mit Abendessen und auch tagsüber gibt es in den Restaurants problemlos etwas. Die Preise sind etwas höher als im Rest des Landes, aber für 2 – 3 € bekommt man problemlos eine Suppe mit Brot. Auffällig ist vor allem, wieviel gerade in Valbona investiert wird. So wird gerade entlang der gesamten Straße im Ort ein Gehweg gepflastert, einige größere Hotels sind bereits fertig und einige – eher nobel wirkende- Hotel- und Campingkomplexe sind gerade in der Fertigstellung. In ein paar Jahren ist womöglich nicht mehr viel von dem ursprünglichem Bergdörfchen mit einigen Gasthäusern übrig, dafür gibt es aber Nobel-Hotels und Glamping.

Den Pausetag in Valbona nutzten wir für eine schöne Panoramarunde vorbei an dem Dörfchen Kukaj mit einigen wunderbaren Ausblicken auf das Valbona-Tal und den umliegenden Bergen. Abseits des beliebten Valbona-Passes nach Theth war auf unserer Runde fast nichts los und wir sahen (fast) mehr Smaragdeidechsen als Menschen. Von den wenigen (Menschen), die wir sahen, waren aber einige überraschend schlecht ausgestattet. Für einigen Tourist:innen scheint das Valbona-Tal eine großer Freizeitpark zu sein, alpine Gefahren, passende Ausrüstung sind eine Fremdwort. Zwei Wanderer, die wir am Tag davor getroffen hatten, berichteten uns vom Valbona-Pass, auf dem zur Zeit noch Schnee liegt und der eigentlich entsprechende Aurüstung benötigt. Dennoch machen sich viele Tourist:innen in Sportschuhen auf die Wanderung von/nach Theth. Teilweise wird dies auch einfach als komplette Tour bspw. ab Tirana oder Shkodra angeboten.

Für uns war die Zeit im Valbona-Tal aber klasse, unglaublich schöne Natur, sehr freundliche Menschen inkl. sehr herzlicher Gastgeber und klasse Essen.