Nach dem Aufenthalt in Valbona ging es wieder zurück in Richtung Küste. Augrund der vielen Stauseens, gerade im Norden Albaniens, ist der schnellste Weg von Valbona nach Shkodra mit der Fähre von Fierza nach Koman. Wir haben uns hier für die Fähre Berisha entschieden, die ab Fierza um 13 Uhr losfährt. Um die Fähre problemlos zu bekommen ging es morgens früh wieder raus aus dem Valbona Tal runter nach Fierza. An der Fähre angekommen waren wir zunächst etwas verwirrt über die verschiedenen Fähranleger und Fähranbieter, aber nach kurzer Zeit fanden wird die richtige Fähre. Wir kamen gerade passend zur Ankunft der Fähre aus Koman. Die Fähre hat knappe 90 Minuten Aufenthalt, wobei knapp 20 Minuten zum entladen benötigt werden und dann ging es zum beladen. Es war daher echt gut, dass wir früh an der Fähre waren und wir früh unsere Räder und das Gepäck am Seitenrand verstauen konnte. Die Beladung war ein interessantes Schauspiel, da aufgrund der begrenzten Platz Fahrzeuge und Gepäck aller Art Zentimeter an Zentimeter untergebracht werden. Selbst zur Nebensaison war es auf dem Schiff sehr voll, dafür war die, etwa 2 1/2 stündige Bootsfahrt sehr schön. Die Landschaft war beeindruckend und stellenweise ist der Stausee relativ schmal und rechts und links ragt der Fels in die Höhe.
In Koman angekommen hies es wieder aus der Fähre und vor allem von der Anlegestelle durch einen kleinen Tunnel in das eigentliche Dorf zu kommen. Das war aufgrund des wilden Gewussels von Autos, Campern, Reisebussen und Fußgänger:innen zunächst gar nicht so leicht, klappte dann aber doch gut.
Ab Koman ging es schließlich auf die SH25 in Richtung Shkodra. Vor dem Stück hatten wir etwas Respekt, da wir bei unserem Aufenthalt am Campingplatz am Vau-Deja-Stausee bereits erlebt haben, dass die Straße zur Zeit komplett saniert wird und daher einige Teile keinen Asphalt haben. Glücklicherweise sind die Arbeiten aber schon weit fortgeschritten, so dass wr auf einer frisch asphaltierten Straße moch am gleichen Tag knapp 20 Kilometer in Richtung Sonnenuntergang fahren konnten. Landschaftlich ist das Stück dabei spektakulär, da es immer oberhalb des Vau-Deja-Stausees durch die Landschaft geht.
Nach einer Nacht auf einem kleinen Campingplatz wieder direkt am See ging es weiter auf der SH25. Landschaftlich war es weiterhin beeindruckend. Nach etwa 8 Kilometern. Kurz vor dem Schlussanstieg, hörte der Asphalt dann wieder auf. So ging es weiter auf der Schotterpiste und nach kurzer Zeit hielt ein Auto neben uns und sagt, dass die Straße wegen bauarbeiten gesperrt wäre. Eine Umfahrung ist jedoch nicht möglich, da es keine Ausweichstraßen gibt. So fuhren wir weiter und nach zwei weiteren Kilometern standen wir vor der Maschine mit der die Straße gerade asphaltiert wurde. Davor war eine Schlange von ca. 15 wartenden Autos. Die Arbeiter winkten uns aber glücklicherweise vorbei und zeigten uns, wie wir die Räder über den knappen Schotterstreifen neben dem heißen Asphalt schieben sollten – nicht nur wegen der hohen Temperaturen eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit, dafür mussten wir aber nicht stundenlang warten bis die Straße wieder freigegeben ist.
Von dort ging es schließlich zügig weiter bis nach Shkodra, wobei der Weg eher unspektakulär war. So endete schließlich eine landschaftlich sehr beeindruckende Zeit im Norden Albaniens.















